DOI-Service
Der nachhaltige und integrative Zugriff auf Forschungsdaten spielt eine zunehmend wichtigere Rolle in der Informationsversorgung. Der Paradigmenwechsel hin zu einer datenbasierten Forschung erfordert neue Herangehensweisen, um die anfallenden großen Datenmengen bewältigen zu können.
Die TIB hat den hohen Stellenwert der Publikation von Forschungsdaten für die Wissenschaften frühzeitig erkannt und war 2005 die weltweit erste Registrierungsagentur für Forschungsdaten. Entstanden ist die DOI-Registrierungsagentur aus dem DFG-Projekt STD-DOI .
Mit der Registrierung erhalten Forschungsdaten einen DOI-Namen (Digital Object Identifier) und sind damit zitierbar, langfristig verfügbar und recherchierbar. Der DOI-Service der TIB richtet sich an Datenrepositorien und Einrichtungen, die die Speicherung ihrer Inhalte selber übernehmen, wobei die Registierung immer in Kooperation mit dem jeweiligen Datenzentrum erfolgt. Die DOI-Vergabe ist in erster Linie für Inhalte sinnvoll, die publiziert und zitierwürdig sind
Die TIB sichert durch die Vergabe von DOI-Namen sowie den Nachweis und Zugriff über GetInfo die Qualität, die dauerhafte Verfügbarkeit und die Referenzierbarkeit von Forschungsdaten. Die TIB übernimmt für ihre Sammelgebiete die DOI-Vergabe für elektronisch veröffentlichte, graue Literatur sowie für Artikel in Open Access Zeitschriften aus akademischen Einrichtungen.
Unter Führung der TIB wurde 2009 das internationale Konsortium DataCite (www.datacite.org) gegründet, mit dem Ziel einen weltweit einheitlichen Zugang zu Forschungsdaten zu ermöglichen.
Digital Object Identifier
Der Digital Object Identifier (DOI) ist ein dauerhafter und eindeutiger Bezeichner, der zur Zitierung und Verlinkung von elektronischen Objekten (Texte, aber auch Forschungsdaten oder andere Inhalte) verwendet wird. Über den DOI-Namen sind dem Objekt aktuelle und strukturierte Metadaten zugeordnet.
Ein DOI-Name unterscheidet sich von anderen verwendeten Verweissystemen wie z. B. der URL, weil er dauerhaft mit dem Objekt als Entität verknüpft ist und nicht lediglich mit dem Ort, an dem das Objekt platziert ist. Dadurch wird mit einem DOI-Namen die Entität direkt und unmittelbar identifiziert, während eine Adresse (URL) lediglich eine Eigenschaft des Dokuments ist. Wird diese verändert, kann die URL nicht mehr zur Identifikation des Objekts herangezogen werden kann. Ein DOI-Name hingegen, sowie das Objekt, mit dem dieser verknüpft ist, kann nicht verändert werden. Bei Änderung des Standortes werden lediglich die identifizierenden Metadaten aktualisiert.
Im Mai 2012 wurde das DOI-System als ISO-Standard 26324:2012 publiziert.
DOI Resolver
Wer hilft weiter?
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Frauke Ziedorn
Britta Dreyer
DOI-Service
Technische Informationsbibliothek (TIB)
Welfengarten 1b - 30167 Hannover
Telefon: +49 (0) 511 762 14226
E-Mail: doi-info(at)tib.uni-hannover.de

