Was versteht man unter einem DOI-Namen?
Der Digital Object Identifier (DOI) ist ein dauerhafter Bezeichner, der zur Zitierung und Verlinkung von elektronischen Ressourcen (Texte, aber auch Forschungsdaten oder andere Inhalte) verwendet wird. Diese Ressourcen sollen ebenfalls dauerhaft verfügbar sein. Über den DOI-Namen sind dem Objekt aktuelle und strukturierte Metadaten zugeordnet.
Ein DOI-Name unterscheidet sich von anderen, gewöhnlich im Internet verwendeten Verweissystemen wie der URL, weil er dauerhaft mit dem Objekt als Entität verknüpft ist und nicht lediglich mit dem Ort, an dem das Objekt platziert ist.
Der DOI-Name identifiziert eine Entität direkt und unmittelbar, also nicht eine Eigenschaft des Objekts, während eine Adresse lediglich eine Eigenschaft des Dokuments ist, die verändert werden und dann ggf. nicht mehr zur Identifikation des Objekts herangezogen werden kann.
Wie sieht ein DOI-Name aus?
Der DOI-Name besteht aus einer eindeutigen alphanumerischen Zeichenfolge, die in zwei Teile, ein Präfix und ein Suffix, gegliedert ist.

Das Präfix wird von der Registrierungsagentur vergeben. Das Suffix vergibt das Datenzentrum, also die Einrichtung, die für den Inhalt zuständig ist.
Bei der Vergabe des Suffix sollte die Empfehlung beachtet werden, dass ein DOI ein opaker (= nicht sprechender) String sein soll. Es soll keine definitive Information daraus ablesbar sein, wie z.B. Eigentümer oder Speicherort. Solche Verhältnisse können sich im Laufe der Zeit ändern, doch der DOI bleibt unverändert bestehen.

